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Reclaim the world!

Fahrradaktion für eine bessere Welt ohne G20

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Unsere Ziele

Armut, Krieg und Zerstörung der Ökosysteme prägen den Alltag im globalen Kapitalismus. Diese Politik ist menschengemacht und wird insbesondere von den mächtigen G20-Staaten gestützt.

Bei ihrem alljährlichen Treffen, dieses Jahr in Hamburg, wollen die Vertreter der G20-Staaten die dringendsten Fragen unserer Zeit debattieren. Die Zivilgesellschaft und ein großer Teil der Weltbevölkerung sind jedoch vollkommen von den Verhandlungen ausgeschlossen. Diejenigen, die unter der Politik leiden müssen, werden also gar nicht gefragt.

Denn entgegen ihrer Selbstbeschreibung sind die G20 ein elitärer, undemokratischer Club mächtiger Staaten, die sich das Recht herausnehmen, ohne jede demokratische Berechtigung über das Leben von fast acht Milliarden Menschen zu entscheiden.

Was denken sich die Machthaber aus Staaten wie den USA, die inzwischen seit Jahrzehnten den Klimawandel realpolitisch ignorieren, dabei, Entscheidungen über CO2-Emissionen zu treffen? Und zwar ohne Mitbestimmung von Staaten wie den Malediven, die bereits heute unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden müssen? Was erlauben sich Regierungen, die wie Deutschlands durch das Ermöglichen von Nahrungsmittelspekulation für den Tod unzähliger Menschen verantwortlich sind, über "Entwicklungshilfe" und "Hungerbekämpfung" zu reden? Wie kommen Regime, die wie das der Türkei für massive Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, darauf, über Krieg und Frieden diskutieren zu wollen?

Wir sagen klar und deutlich NEIN zu G20! Wir wollen nicht hinnehmen, dass die G20-Staaten ihre Politik erfolgreich als alternativlos darstellen, und stellen dieser vermeintlichen Alternativlosigkeit des Neoliberalismus unsere Idee einer solidarischen, friedlichen und zukunftsfähigen Welt entgegen. Denn: Eine andere Welt ist möglich!

Unsere Idee für eine bessere Zukunft

Weltparlament schaffen

Beim G20-Gipfel entscheiden wenige Machthaber aus den einflussreichsten Staaten ohne demokratische Legitimation über die Geschicke aller Menschen und der gesamten Welt. Das ist zutiefst undemokratisch. Wir fordern deshalb:

Für eine Welt ohne Armut

Die G20-Staaten sind wesentlich mitverantwortlich für Armut, Hunger und Ungerechtigkeit weltweit. Es ist genug für alle da, wenn wir es gerecht verteilen:

Eine lebenswerte Erde erhalten

Klimawandel, Artensterben, Risikotechnologien wie Gentechnik und andere menschengemachte Umweltprobleme stellen eine existentielle Bedrohung für das Leben auf unserem Planeten dar. Das muss ein Ende haben:

Ausstieg aus der Gewaltspirale

Bomben schaffen keinen Frieden, im Gegenteil, Gewalt schafft leider nur allzu oft Gegengewalt. Auch von G20-Staaten wird militärische Gewalt zur Durchsetzung von geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen unter dem Deckmantel der "Terrorbekämpfung" eingesetzt. Wir müssen der Gewalt ein Ende setzen:

Menschenrechte verteidigen

Weltweit werden zunehmend Menschenrechte verletzt und bedroht – auch in den G20-Staaten. Sogar bei uns sind elementare Grundrechte in Gefahr. Am Beispiel Hamburg: Demoverbote, "Sicherheitszonen" und "Gefangenensammelstellen" sollen sicherstellen, dass jeder Protest am G20-Gipfel delegitimiert wird. Wir bestehen aber auf unseren Grundrechten:

Für eine solidarische Wirtschaftsordnung

Unsere jetzige Wirtschaftsordnung ist auf hemmungslosen Profit und endloses Wachstum ausgelegt, was bei den begrenzten Ressourcen unserer Erde nicht folgenlos bleibt. Gleichzeitig verschieben sich politische Machtverhältnisse zunehmend zugunsten von Industrie und Konzernen. Das muss sich ändern:

Wir sind überzeugt davon: Eine andere Welt ist möglich! Deshalb wollen wir dem Neoliberalismus eine solidarische, demokratische Perspektive entgegenstellen. Wir setzen uns ein für eine Gesellschaft ohne Wachstum und ohne Profitzwänge; eine Welt, in der alle Menschen friedlich zusammenleben, Ressourcen gleich verteilt sind und Ökosysteme im Gleichgewicht sind. Uns ist bewusst, dass all diese Themen nicht isoliert betrachtet werden können, sondern stark miteinander vernetzt sind und deshalb gemeinsam angegangen werden müssen. Wir können den ersten Schritt tun.

Deshalb: Erobern wir uns unsere Erde zurück! Reclaim the world!