Aktionslogo (vom UN-Logo inspiriert)

Reclaim the world!

Fahrradaktion für eine bessere Welt ohne G20

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Aktionskonsens

Um für alle Aktiven transparent zu machen, wie wir uns für unsere Ziele einsetzen, haben wir folgenden Aktionskonsens beschlossen. Er gilt während der gesamten Tour und sollte von allen, die an unsere Aktion teilnehmen möchten, mitgetragen werden.

Unsere Aktion hat klare Ziele.

Mit unsere Aktion setzen wir ein klares, entschlossenes Zeichen gegen die Politik der G20 und den G20-Gipfel an sich. Gleichtzeitig setzen wir uns ein für globale, grenzenlose Solidartät und für Alternativen zur neoliberalen Weltordnung, zum Wachstumsdogma und zum Kapitalismus insgesamt.

Wir stellen die Legitimation der Mächtigen in Frage. In einer Zeit, in der die Verteilung von Reichtum so ungleich verteilt war wie nie zuvor; in einer Zeit, in der ganze Inselgruppen vom Untergang bedroht sind, weil sie aufgrund des Klimwandels überflutet werden; in einer Zeit, in der Menschen fast im Sekundentakt an Hunger sterben, obwohl genug Lebensmittel produziert werden; in so einer Zeit glauben wir nicht mehr, dass Kritik an einzelnen Symptomen genügt. Stattdessen stellen wir die Systemfrage. Das Problem heißt Kapitalismus, unsere Antwort lautet Solidarität!

Wir handeln konstruktiv und positiv.

Wir üben aber nicht bloß unkonkrete Systemkritik, sondern verdeutlichen diese an ganz konkreten Beispielen. Die Welt muss weg vom grenzenlosen Wachstum, und das wird nur gelingen, wenn Alternativen wieder denkbar werden. Der Neoliberalismus hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen und es erfolgreich geschafft, den Menschen dies als »alternativlos« zu verkaufen. Dagegen gehen wir an und wollen mit unserer Aktion einen kleinen Teil dazu beitragen, dass Gegenentwürfe nicht länger als weit entfernte Utopien wahrgenommen werden, sondern als realistisches, erstrebenswertes Ziel.

Wir sind deshalb nicht nur dagegen, wir sind auch dafür! Unsere Position haben wir in unseren Zielen festgehalten.

Alle sind willkommen, wir sind aber inhaltlich nicht beliebig.

Das bedeutet auch: Unsere Ziele sind absolut unvereinbar mit jeder Form von rechtem, nationalistischem, homophoben, neoliberalen, sozialdarwinistischen, elitären, wachstumsgläubigen etc. Gedankengut, kurz: allen Positionen, die unseren Zielen widersprechen. Wenn ihr unsere Ziele nicht teilen wollt, dann macht bitte eure eine eigene Aktion, wir sind nicht eure Plattform. Weiterhin stehen wir nicht für monokausale Verschwörungstheorien, die Welt ist komplizierter...

Wir lehnen Gewalt auf allen Ebenen ab.

Wir sind überzeugt davon, dass Gewalt niemals Mittel von Politik sein sollte. Wir lehnen es ab, Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen, ob als Staat oder als Einzelpersonen. Infolgedessen sind selbstverständlich auch unsere eigenen Aktionen absolut gewaltfrei und friedlich.

Wir gestalten unsere Aktionen transparent.

Wir nutzen unser Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit und werden Versuche, uns dieses Recht zu nehmen, nicht akzeptieren. Unsere Aktionen befinden sich in der Regel im legalen Bereich. Wo immer wir uns am Rande dessen bewegen oder notgedrungen die Grenze zu zivilem Ungehorsam überschreiten müssen, um unser Recht auf Versammlungsfreiheit durchzusetzen, machen wir dies für alle Beteiligten transparent. Wir respektieren gleichwohl die individuellen Grenzen eines jeden.

Wir achten auf alle, jeder ist zugleich für sich selbst verantwortlich.

Während wir unterwegs sind, achten wir darauf, dass alle mitkommen und keiner zurückbleibt. Gleichzeitig bleibt jeder für sich selbst verantwortlich. Entscheidungen treffen wir demokratisch, idealerweise im Konsens.

Unsere Aktion soll eine Demonstration gelebter Solidarität sein. Wir machen gemeinsam eine bunte, kreative, konsequent gewaltlose und friedliche, aber natürlich entschlossene Aktion. Reclaim the world!